Fruchtbare Wüste

27. Januar 2012

Ob man die Wüstengegend rund um das Tote Meer landwirtschaftlich nutzen könne? Fragte David Ben-Gurion, Israels erster Premierminister, in den Fünfzigern. Die Experten winkten müde lächelnd ab. In diesem trockenen Klima? Auf diesem salzigen Boden?

Rund 60 Jahre später bekamen wir Folgendes zu sehen:

Wie meinte Ben-Gurion so treffend:

Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist.

Unheimlich

26. Januar 2012

Die »ZEIT« kürt – in Kooperation mit dem NordwestRadio – die besten Krimis. Regelmäßig. Jeden Monat. Immer zehn.

Den 16 verantwortlichen Jury-Mitgliedern – die ja dann fast einen Titel täglich konsumieren müssen, um überhaupt genügend Auswahl zu haben?! –, – diesen Typen möchte ich nicht im Dunkeln begegnen.

Vorgezogenes Unterhaltungsprogramm

25. Januar 2012

Es gibt ja vielerlei Versuche, das Video mit den Sicherheitshinweisen vor Flugbeginn ein wenig weniger dröge zu inszenieren. EL AL Airlines probiert es so:

Ist das jetzt typisch israelischer Humor?

Sicher ist sicher

23. Januar 2012

Ich war ja schon einigermaßen häufig geflogen. Und hatte so manche Flughafen-Sicherheitskontrolle miterlebt.

Aber: Dass uns schon vor dem Einchecken Fragen zu unserem Gepäck gestellt wurden, dass ebendieses im hintersten Winkel des Frankfurter Flughafens aufzugeben war, dass sowohl meine Hose als auch meine Trinkflasche minutenlang nach Sprengstoff durchsucht wurden, dass der Bereich rund um unser Flugzeug abgesperrt war und dass uns bis zum Moment des Abhebens ein gepanzertes Fahrzeug der Bundespolizei begleitete, … das alles war dann doch neu. (Oder war es mir 2005, bei meinem ersten und bis dahin einzigen Besuch im »Heiligen Land«, nur nicht aufgefallen?) »Sicherheitsstufe 1« nennt man das vermutlich …

Raus aus Israel kamen wir heute verhältnismäßig zügig. Und in den nächsten zwei, drei Wochen berichte ich ein bisschen.

Pause!

16. Januar 2012

In wenigen Stunden geht’s für eine Woche nach Israel. (Hoffentlich ohne Umweg.) Natürlich werden wir da gut zu tun haben. (Und ich muss diverse Unterlagen mitnehmen.) Aber wie meinte meine Frau vorhin beim Packen, im Gedenken an frühere Urlaube: »Keine Micropur-Tabletten? Kein Moskitonetz? Keine Stirnlampe? Scheint ja recht beschaulich zu werden, die Reise …«

Also: Pause! (Zigaretten kommen übrigens auch nicht mit. Aber trotzdem danke für das pfiffige Bild im Bild, Birgit!)

Göttlicher Umweg

15. Januar 2012

Ein kleiner exegetischer Zufallsfund von neulich:

Als nun der Pharao das Volk hatte ziehen lassen, führte sie Gott nicht den Weg durch das Land der Philister, der am nächsten war; denn Gott dachte, es könnte das Volk gereuen, wenn sie Kämpfe vor sich sähen, und sie könnten wieder nach Ägypten umkehren. (Exodus 13,17)

… was ja durchaus sinnvoll klingt. Aber … was macht Gott stattdessen?!

Darum ließ er das Volk einen Umweg machen und führte es durch die Wüste zum Schilfmeer. (Exodus 13,18a)

… wo sich das Volk doch erst recht wieder nach Ägypten zurückwünscht (vgl. Exodus 14,11f.)! Weil es ja sozusagen vom Regen in die Traufe gerät, im wahrsten Sinne des Wortes …

Göttliche Pädagogik? Göttlicher Humor? Die Chance für eine tiefere Einsicht? Oder nicht mehr als ein Zufallsfund?!

Hilfreiche Helferlein

14. Januar 2012

Neulich – als es aus Richtung Küche mal wieder brummte und piepte – kam mir: Bis vor einem knappen Jahr hatten wir weder Spülmaschine noch Mikrowelle! Und scheinen dennoch halbwegs zufrieden gewesen zu sein mit unserem Leben … Wie wir allerdings mit einem Zeitbudget von 24 Stunden täglich ausgekommen sind, ist mir schleierhaft. Oder, andersherum: Eigentlich müssten wir jetzt Unmengen an Freizeit haben …

Spannende Überlegung am Rande: Gäbe es – jetzt mal rein theoretisch – ein Zurück?! Oder gewöhnt man sich quasi unumkehrbar an immer effizientere technische Unterstützung (wie unsere Eltern beim Umstieg von der Schreibmaschine auf den Computer)?

Gutes Geheimnis

12. Januar 2012

Woran erkennt man ein gutes Geheimnis? Ein richtig gutes Geheimnis?

… na, ist doch klar: Daran, dass es über kurz oder lang alle mitbekommen.

Das meint zumindest Paulus. Und entfaltet das Geheimnis von Gottes Sieg über den Tod fröhlich in einem seiner Bestseller-Briefe.

Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: … (1. Korinther 15,51)

Missverständlich

11. Januar 2012

… und 68 % … nicht ganz so frischen Eiern?!?!

Zum Weitergehen und Weitergeben

10. Januar 2012

Der Herr segne dich und behüte dich; der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig; der Herr hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden. (Numeri 6,24-26)

… achtet man in diesem klassisch-gottesdienstlichen Segens-Text mal gezielt auf die verwendeten Verben, dann fällt auf: Es geht überraschend handfest zu. Hand-greiflich, im positiven Sinne. Da wird be-hütet, ein Angesicht leuchtet und wird über jemanden gehoben, Frieden wird gegeben. Die passende Zusammenfassung einen Vers später lautet: »Denn ihr sollt meinen Namen auf die Israeliten legen, dass ich sie segne« (Numeri 6,27). Als ob da die Möbelpacker am Werk wären …

Gottes Segen scheint also etwas sehr Greifbares zu sein. Nichts, was man einfach so dahersagt. Sondern eine Größe mit fast dinglichem Charakter. Etwas, was dann tatsächlich spürbar ist und einen Unterschied macht.

… genau das brauchte das Volk Israel auch, irgendwo zwischen Ägypten-Auszug und Landnahme. Interessant: Den »Aaronitischen Segen« bekommen die Israeliten, als sie gerade (mal wieder) feststecken, mitten in der Wüste. Als Stärkung für einen beschwerlichen Weg. Zum Weitergehen. (Den so mancher Mensch im Gottesdienst auch vor sich hat.)

… und es versteht sich fast von selbst, dass diese gewichtige Kraft zum Weitergehen dann auch zum Weitergeben gedacht ist. Spätestens, nachdem Jesus Christus die gesamte Christenheit zu Priestern gemacht hat (vgl. 1. Petrus 2,9). Gottes Segen, – für einen einzelnen Menschen wird der irgendwann schlicht zu schwer … Deswegen: Mut zum Segnen!