Der Herr segne dich und behüte dich; der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig; der Herr hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden. (Numeri 6,24-26)
… achtet man in diesem klassisch-gottesdienstlichen Segens-Text mal gezielt auf die verwendeten Verben, dann fällt auf: Es geht überraschend handfest zu. Hand-greiflich, im positiven Sinne. Da wird be-hütet, ein Angesicht leuchtet und wird über jemanden gehoben, Frieden wird gegeben. Die passende Zusammenfassung einen Vers später lautet: »Denn ihr sollt meinen Namen auf die Israeliten legen, dass ich sie segne« (Numeri 6,27). Als ob da die Möbelpacker am Werk wären …
Gottes Segen scheint also etwas sehr Greifbares zu sein. Nichts, was man einfach so dahersagt. Sondern eine Größe mit fast dinglichem Charakter. Etwas, was dann tatsächlich spürbar ist und einen Unterschied macht.
… genau das brauchte das Volk Israel auch, irgendwo zwischen Ägypten-Auszug und Landnahme. Interessant: Den »Aaronitischen Segen« bekommen die Israeliten, als sie gerade (mal wieder) feststecken, mitten in der Wüste. Als Stärkung für einen beschwerlichen Weg. Zum Weitergehen. (Den so mancher Mensch im Gottesdienst auch vor sich hat.)
… und es versteht sich fast von selbst, dass diese gewichtige Kraft zum Weitergehen dann auch zum Weitergeben gedacht ist. Spätestens, nachdem Jesus Christus die gesamte Christenheit zu Priestern gemacht hat (vgl. 1. Petrus 2,9). Gottes Segen, – für einen einzelnen Menschen wird der irgendwann schlicht zu schwer … Deswegen: Mut zum Segnen!
Fruchtbare Wüste:
Vorgezogenes Unterhaltungsprogramm:
Sicher ist sicher:
Konsequent:
Lebendige Lücken:
Pause!:
Hilfreiche Helferlein: